Rente rauf!

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Das Sozialbündnis Krefeld finanzierte mit vielen anderen diese hilfreiche Buch vor.


Auszug Seite 17: Im OECD-Vergleich landet Deutschland mit einer Bruttolohnersatzquote von kümmerlichen 38 Prozent auf einem hinteren Platz, weit abgeschlagen hinter Ländern wie den Niederlanden (97 Prozent), Dänemark (86 Prozent) oder Österreich (78 Prozent).
S. 73: Dies liegt weit unter dem OECD-Durchschnitt von 53 Prozent brutto. Auch die Nettolohnersatzquote liegt mit 50 Prozent weit unter dem OECD-Durchschnitt von 63 Prozent.
S. 29: „Nimmt man alle Rentenkürzungen der letzten 30 Jahre zusammen, so ergibt sich ein Ausmaß an Verschlechterungen, das schätzungsweise ein Volumen von 30 – 40 Prozent ausmachen dürfte.“
S. 100: „Wir schätzen, dass von den heute 45 Millionen Erwerbstätigen rund 20 Millionen nur eine Rente beziehen werden, die maximal auf Grundsicherungsniveau liegt. … Was bevorsteht, ist eine Katastrophe auf Ansage… Daran wird der … endlich gefundene Kompromiss einer Grundrente wenig ändern …
S. 30: Das Nettovermögen der privaten Haushalte … stieg … von 1999 bis 2015 um 4,8 Billionen Euro auf … 12,2 Billionen Euro.
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Neue Preiserhöhung beim Sozialticket!

MEDIENINFORMATION

Bündnis Sozialticket NRW lehnt neue Preiserhöhungen beim VRR ab!
Dazu gab das Sozialbündnis Krefeld folgende Presseerklärung heraus:

Das Sozialbündnis Krefeld lehnt die neue Preiserhöhung des Sozialtickets beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ab. Der VRR greift den Ärmsten in Krefeld schon wieder in die Tasche.

Es war zu befürchten: Die Tickets für Bus und Bahn werden zum 1. Januar 2020 erneut teurer, um 1,8 %. Der VRR hat am 26.09.2019 die Erhöhung der Fahrpreise beschlossen. Auch die BürgerInnen in Krefeld sind über die Städtischen Werke Krefeld (SWK Mobil) von der Erhöhung betroffen. Wie zu erfahren war, wurden die Preiserhöhungen von CDU, SPD und dem Bündnis90/Die Grünen einvernehmlich abgesegnet.

Teurer wird demnach auch das Sozialticket, das seinen Namen eigentlich schon lange nicht mehr verdient. Es ist die siebte Preiserhöhung innerhalb von acht Jahren!

Schon heute zahlen Menschen im Hartz IV (SGB II) Bezug, in der Grundsicherung im Alter oder mit Mini-Einkommen stolze 38,65 Euro für ein Sozialticket. Ab 2020 steigt dieser Betrag um 1,8 % auf dann 39,95 Euro. Zum Vergleich: Nur 28,39 Euro monatlich wird Hartz IV Beziehern, im Rahmen des Regelsatzes, für Fahrten nur im Stadtgebiet von Krefeld, zugestanden. Die Folge: Immer weniger arme Menschen können sich ein Sozialticket zu diesem Preis leisten. Zuletzt kauften im VRR nur noch 10,8% aller Anspruchsberechtigten ein Sozialticket. Vor zwei Jahren waren es noch 12,3%.

„Gerade in Zeiten der Klimakrise, in der die Menschen immer wieder aufgefordert werden, öffentliche Nahverkehr zu nutzen, ist dies ein falsches Signal“, ist Ulrich Knur, Sprecher des Sozialbündnisses Krefeld überzeugt. „Eine Erhöhung des Sozialtickets passt nicht in die heutige Zeit“. Das gilt auch für das Normalticket.

Neben den hohen Kosten für das Sozialticket kommt noch hinzu, dass die Reichweite des Sozialtickets nach den Erfahrungen der BündnisteilnehmerInnen absolut unzureichend ist. Dazu Inge Krämer: „Das Sozialticket gilt nur innerhalb Krefelds. Für Besuche, bei Freunden, Verwandten oder Vorstellungsgesprächen in der Nachbarschaft müssen die InhaberInnen der Sozialtickets jedes mal draufzahlen. Eine Anpassung des Regelsatzes ist dringend geboten“.